Anders Sandvig, der Gründer von Maihaugen, kam als junger Zahnarzt 1885 nach Lillehammer. Er litt an einer bedrohlichen Lungenkrankheit und glaubte, daß er nur noch wenige Monate zu leben hatte. Das Klima der Stadt hatte den Ruf, eine günstige Wirkung auf Lungenkranke zu haben, und schrittweise schritt seine Genesung voran. Er starb erst 1950, 88 Jahre alt.
Als Zahnarzt war Sandvig für das ganze Gudbrandsdal zuständig. Auf seinen Reisen begann er, Gegenstände der alten Bauernkultur zu sammeln, die im Verschwinden begriffen waren. Das Nordiska Museet in Stockholm kaufte zu diesem Zeitpunkt alte Gegenstände aus dem Gudbrandsdal. Sandvig sah es als wichtig an, daß die alten Gegenstände in Norwegen blieben.
Seine Sammlung umfasste nicht nur das Kostbare und Außergewöhnliche. Alltagsgegenstände waren ebenso interessant. So kaufte er auch alte Gebäude und baute sie in seinem eigenen Garten im Zentrum von Lillehammer wieder auf. Damit verschaffte er gleichzeitig Ausstellungsräume für die Museumsgegenstände. Die Sammlung wurde 1904 nach Maihaugen überführt.
